Im Titelbild dieser Etappe können wir etwas entdecken – seht ihr es?

Was kann man nicht alles besuchen auf solch einem Streckenabschnitt. Da wären die Stadt Rheine, die Stadt Münster, ein Zoo, aber vor allem auch Menschen wie Ingrid Klimke und Uschi. Doch zur letztgenannten verweisen wir auf den folegenden Blogeintrag.

Bei unserem Besuch in Rheine fällt der gepflegte Marktplatz auf. Schön eingebettet in die Stadt und durch Cafés und Restaurants zu allen Zeiten des Tages gut frequentiert, könnten wir uns direkt niederlassen. Wenn es nicht erst kurz vor 8.30 Uhr wäre und wir sozusagen gerade mal angeradelt sind. 

Doch eines noch: Nicht nur der Marktplatz zeigt sich ein- und aufnehmend. Die klare Aussage am Rathaus signalisiert, dass der Mensch, egal welcher Herkunft, im Mittelpunkt steht und Achtung verdient. Das können wir nur unterschreiben.

Wir ziehen weiter und besuchen in Rheine-Bentlage die Saline Gottesgabe. Ein beeindruckendes Bauwerk, welches einfach besucht werden sollte. Einmal die salzhaltige, feuchte Luft wahrnehmen – das hat etwas, was nur schwer beschrieben werden kann. Wir sind ja Radler und keine Schriftsteller. Zu persönlich sind die Eindrücke von der schieren Größe, den Gerüchen und der Feuchtigkeit. Fahrt mal hin, es lohnt sich, hier ein paar Minuten zu verweilen. Direkt daneben findet sich der NaturZoo Rheine. Gut, den besuchen wir auch noch. Ihr seht, es gibt viel Programm hier. Und natürlich ist das alles auch für Familien sehr empfehlenswert. 

In Münster besuchen wir als erstes den Kanu Verein 1922 e. V., denn hier wollen wir heute gern übernachten. Doch es ist spät geworden, und niemand ist da. Glücklicherweise kommen selbst zur späten Stunde noch Paddler vom Verein am Bootshaus an, das wunderschön direkt am Werse-Ufer liegt. Wir erklären unsere Situation und berichten von der Partnerschaft zwischen dem Deutschen Kanu-Verband sowie Blue- und Pink Ribbon. So bekommen wir schnell grünes Licht und dürfen unser Zelt aufbauen. Wir sind bis auf ein Paar aus den Niederlanden völlig allein auf dem großen Gelände direkt am Wasser,  haben Platz ohne Ende, eine geschützte Wiese für unser Zelt und für das Aus- und Einpacken eine saubere und trockene Fläche. Besser geht’s nicht, und wir senden einen lieben Dank an den Kanuverein.

Da wir inzwischen auch selbst schon das Paddeln ausprobieren durften, können wir immer mehr verstehen, warum Menschen diesen Sport ergreifen. Nicht nur die Ruhe auf dem Wasser, sondern die viele Natur und die phantastisch gelegenen Boots- und Vereinshäuser direkt an den Gewässern machen diese Sportart zu etwas Besonderem. Nicht zu vergessen: Paddeln tut dem Körper sehr gut und hilft enorm, den Lymphfluss in Bewegung zu halten. In einigen Bundesländern übernehmen sogar die Krankenkassen gezieltes Paddeltraining.

Münster selbst würden wir mal salopp als das Mekka der Radfahrer beschreiben. Wirklich unzählige Radfahrer sind unterwegs, und noch mehr Räder prägen das Bild der Stadt. Man muss ganz schön aufpassen, wenn man das scheinbare Durcheinander hier nicht gewohnt ist.

Auf unseren nächsten Besuch haben wir uns unglaublich gefreut. Denn Ingrid Klimke ist nicht nur Reitmeisterin, Sammlerin von Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, sondern vor allem eine sehr sympathische und offene Frau. Man merkt ihr einfach an, dass sie diese Auszeichnungen nicht einfach nur mitgenommen hat. Nein, sie widmet ihr ganzes Leben den Pferden, hat sich immerzu fort- undweitergebildet und in allen möglichen Disziplinen trainiert. 

Vor Ort hat sie uns die Möglichkeit eingeräumt, unser Projekt vor einem überwiegend weiblichen Publikum vorzustellen. Die jungen Frauen finden unsere Aktion toll, und wir erleben super offene und freundliche Gespräche. Und ja, wenn Ingrid Klimke dann von unserer Leistung auf dem Rad spricht, dann spürt man, dass sie genau weiß, was es bedeutet, sich für eine Sache zu engagieren und ausdauernd dabei zu bleiben. Dass eine solche Tour bei aller Freude auch Kraft kostet und man sich dabei zwar fordern, aber auch in der Balance bleiben muss. Wir haben uns sehr über diese Worte gefreut.

Ingrid Klimke ist über ihr vielfältiges Arbeitsprogramm hinaus auch als Botschafterin der Blue- und Pink Ribbon Schleifenroute engagiert.  

Liebe Ingrid, danke für die tollen Stunden bei Dir und die Zeit, die Du dir für uns genommen hast.

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