In der Nacht hat es zu regnen begonnen. Wir packen am Morgen direkt zusammen, um uns auf dem Weg einen geeigneten Unterschlupf zum Frühstück zu suchen. Nahe der sehr schönen Dorfkirche von Ankershagen finden wir einen kleinen und überdachten Rastplatz. Wir genießen unser Frühstück, der Regen wird weniger, doch er mag noch nicht ganz von uns ablassen. Aber es ist noch immer warm, und irgendwie hat dieses Fahren im warmen Regen einen ganz besonderen Reiz, den wir so tatsächlich noch nicht erlebt haben. Wir lassen uns später sogar noch zu einer kleinen Vesper im Regen auf einer Bank am Wasser hinreißen. Und was sollen wir sagen? Es wird uns als ganz besonderes Erlebnis in Gedanken bleiben. Auch deshalb, da es eine bewusste Entscheidung gegen ein Einkehren war – hätten wir ja auch machen können. 

Wir wollen einen Abstecher nach Neustrelitz unternehmen, um das Schloss zu besichtigen. Okay, wer schon dort war, der weiß, dass dies schwerlich möglich ist. Das Schloss ist schon 1945 abgebrannt - oh wir Unwissende. Heute stehen noch die Orangerie und ein beeindruckender Schlossgarten. Das hat uns auch ohne Schloss gefallen.

In Waren kommen wir ins Gespräch mit Ortsansässigen, und die erzählen uns von einem nahenden Sturmtief, welches die ganze Nacht und den folgenden Tag anhalten soll. So halten wir uns hier nicht lange auf und fahren direkt weiter Richtung Krakow am See. Noch hält das Wetter, doch das mit dem Sturm hat sich wohlherumgesprochen. Die Straßen kurz vor Krakow sind wie leergefegt – und alles ist ausgebucht. So ein Mist, wir hatten die Strecke unterschätzt. Zu allem ÜberFLUSS beginnt es auch noch, stark zu regnen. 

Hilft nix, wir bauen im Schein der Taschenlampe irgendwo im Nirgendwo unser Zelt auf. Dann klingelt das Telefon. Bei einer unserer Anfrage-Adressen sei ein Zimmer frei – und der Inhaber warte auf uns.

So schnell haben wir noch nie abgebaut. Es zählten auch nicht Klasse oder gar Haltungsnoten. Und dann fährt uns der Chef bei strömendem Regen auch noch mit dem Rad entgegen, um uns sicher zu unserer Unterkunft zu bringen. 

Er rettet uns nicht nur vor dem Regen, sondern vor allem vor dem Sturmtief Kirsten. Und wir dürfen unser Zelt im Zimmer ausbreiten und trocknen. Was für ein besonderer Mensch. 

Zwei Tage mit viel Ruhe und Schlaf haben wir dann letztlich in der Sicherheit unseres Zimmers in Krakow verbracht. 

Wir sagen herzlichen Dank für diese Offenheit. 

Wenn ihr auf der Seite ganz nach unten scrollt, könnt ihr uns einen Kommentar senden. Wir freuen uns darüber.

Kommentare

Hallo Manuela,

ja es ist für uns immer wieder wirklich etwas Besonderes zu spüren wie sich die Natur anfühlt. Warmer Regen ist wunderschön und er riecht so gut wenn davor die Sonne geschienen hat. Das erinnert mich sehr an meine Kindheitstage im Sommer. Einfach herrlich ist das. Jetzt wird es ja so langsam herbstlich, und nachts im Zelt auch schon ganz schön frisch. Aber auch das ist schön, warm Und trocken eingekuschelt im Schlafsack zu liegen und die Tiere und die Geräusche zu hören.

Wir sind sehr glücklich das wir all das erleben dürfen, und gleichzeitig so eine wertvolle Kampagne zur Brustkrebs und Prostata Vorsorge unterstützen können

Alles Liebe und eine gute Zeit, und weiterhin viel Spaß beim stöbern im Blog

Doris und Reinhard

Wir haben das auch schon erlebt. Warmer Regen während einer Radtour. Ja das ist was ganz besonderes, schon lange her und noch immer in toller Erinnerung. Schöner Blog hier. Viel Spass euch noch, habt ja noch einiges vor euch.

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich