Bei strahlendem Sonnenschein führt der erste Abschnitt heute von Germersheim nach Speyer. Auf dem hervorragend ausgebauten Rheinradweg begleiten uns unzählige Schwalben. Nun mag dies nicht für jeden Leser von herausragender Bedeutung sein, doch wir nehmen es bewusst wahr und erfreuen uns am Flug dieser geschickten Vögel. Aber nicht nur diese begleiten uns, auch Gerd und Doris Hötger radeln heute an unserer Seite.

Von weitem sieht man schon die Türme des Kaiserdoms. Groß und mächtig ragt das Wahrzeichen der Stadt hervor. Die gut erhaltene romanische Kirche gilt als die größte dieses Baustils in Europa und steht auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Direkt am Radweg liegt auch das Auto- und Technikmuseum –  für Technikfreaks ein Muss und für Kinder eigentlich auch. Eine Boeing 747 ist hier auf riesigen Betonpfeilern aufgebaut und sogar begehbar. 

Plötzlich hören wir Guggenmusik, na das ist ja ein schöner Empfang hier in Speyer. Wir folgen den schräg-schönen Klängen bis zum Rathaus und stellen fest... wir sind gar nicht gemeint, sondern die zahlreichen Hochzeitspaare, die frisch verheiratet aus dem Rathaus strömen. Direkt vor dem Dom gönnen wir uns einen Eiskaffee. Der geht eigentlich immer.

Zwischen Speyer und Ludwigshafen gibt es noch zahlreiche Altrheinarme die an Campingplätzen und Badeseen liegen. Ideal für Radler, Paddler und alle Menschen, die sich gerne in der Natur aufhalten. 

Unsere neue Begleitung

Erika, unser pinkfarbenes Schweinchen, hält uns seit Pforzheim die Treue und hat vor, dies bis zum Ende der Tour im Oktober durchzuhalten. Ein Mitbringsel von Elfriede, die wir von früheren Pink Ribbon Touren kennen.

Ihren Namen hat Erika übrigens durch ein Buch von Elke Heidenreich: Erika oder der verborgene Sinn des Lebens. Nun – das passt. Dafür ist in jedem Fall noch Platz im Gepäck.

Richtung Ludwigshafen gibt es nach dem Ort Altrip zwei etwa gleich lange Varianten, um nach Worms weiterzufahren. Die eine führt durch die Stadt Ludwigshafen und die andere als grüne Alternative durch den Maudacher Bruch. Genau die nehmen wir auch. Im Bruch wurde in Vorzeiten Torf gestochen. Wir sind nicht schlecht beeindruckt, denn der Radweg schlängelt sich durch ein etwa 185 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet. Idyllisch, kurzweilig und schattig. Das Gebiet war früher ein Altrheinarm, der schon vor langer Zeit trockengelegt wurde.

Dann begrüßt uns Worms mit dem Nibelungen-Tor und dem beeindruckenden Dom. Noch kurz vor Worms fahren wir inmitten der Natur und können uns die vor uns liegende Stadt in dieser Landschaft kaum vorstellen. 

Jetzt freuen wir uns auf einen schönen Abend mit Doris und Gerd Hötger. Die Beiden haben sich spontan entschieden, noch zu bleiben und mit uns in der Jugendherberge Worms einzuchecken.

Kommentare

Hallo Birgitt und Ulrich,

lieben Dank für Eure lieben Zeilen. Schön das Euch unser Tourblog gefällt. Es sind die Begegnungen mit wunderbaren Menschen entlang der Schleifenroute die unsere Erlebnisse zu etwas ganz besonderem machen. Und natürlich wäre der Blog auch nicht so möglich wenn wir nicht wunderbare Menschen im Hintergrund haben die uns großartig unterstützen in unserem Tun. Heute Morgen haben wir auf dem Campingplatz sogar schon ein privates Harfenkonzert bekommen

Liebe Grüße und viel Spaß beim stöbern

Doris und Reinhard

Liebe Doris, lieber Reinhard,

jetzt habt ihr schon eine gute Strecke geradelt und wir verfolgen eure Fahrt aus der Ferne. Euer Blog ist sehr unterhaltsam und wir freuen uns schon auf viele interessante Einträge. Respekt für euer Engagement.

Weiterhin gute Fahrt, viele schöne Begegnungen und gutes Wetter. Bis zum nächsten Blog-Eintrag. Viele Grüße,

Birgitt & Ulrich

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich